Kirche des Schlosses Hubertusburg

Beschreibung einiger wichtiger Ausstattungstücke der Kirche

Die Schlosskapelle ist 30m lang, 14m breit und 17m hoch. Sie befindet sich im südlichen Teil des Eingangsflügels des Hauptschlosses.

Der heilige Hubertus ist der Patron der Jäger. Seine Legende stellt das Gemälde des rechten Seitenaltars  und das 400 m² große Deckengemälde von Johann Baptist Grone (einem seit 1740 in Dresden tätigen Theatermaler, der auch in der Dresdener Frauenkirche die ursprünglichen Ausmalung besorgt hatte) dar. Sie erzählt, Hubertus sei bei der Jagd einem großen (weißen) Hirsch begegnet, in seinem Geweih sei ihm der gekreuzigte Christus erschienen. Entweder spricht Christus selbst oder der Hirsch zu ihm. Die Legende wurde auch von anderen Heiligen erzählt und ist auf Hubertus übertragen worden. Hubertus wurde um 705 Bischof von Maastricht (später Verlegung des Bischofssitzes nach Lüttich), darauf deuten Bischofsstab und Mitra in den Händen der beiden Engel hin.­ Hubertus stirbt am 30. Mai 727.

Der Stuckmarmor und die Stuckarbeiten beherrschen den gesamten Innenraum  - z.B. an der Brüstung der Altarraumempore die vier Evangelisten in großartig bewegten Stuckreliefs. Außerdem werden im Musikchor neben der Orgel Musikinstrumente gezeigt, im Altarraum liturgische Geräte und auf den Seitenemporen Gegenstände, die mit der Jagd zu tun haben. Unter anderem hat hier aus einer berühmten Stukkateursfamilie Pietro Luigi Bossi (gest. 1747 in Hubertusburg) gearbeitet.
Aus sächsischem Naturmarmor sind neben den Altarraumstufen und die Fußbodenplatten auch die Schale des Taufbeckens gearbeitet.

Die Figurengruppe des Hauptaltares wurde von Lorenzo Matielli gefertigt, in der Mitte die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind, links (vom Betrachter) der hl. Josef, rechts der hl. Franz Xaver.

Die Bilder der Seitenaltäre, links die Hl. Ida von Toggenburg und rechts wieder der hl. Hubertus, sind Werke von Louis de Silvestre.

Die Kanzel ist aus Holz geschnitzt und ein Meisterwerk des sächsischen Rokoko. Möglicherweise war sie ursprünglich für eine Dresdener Kirche vorgesehen.

Auf den Heiligenbildern der rechten Seitenwand sind (von vorn aus gesehen) dargestellt: Ignatius von Loyola, Franz Xaver (beide Bilder sind Geschenke des Papstes ... zur Taufe des Prinzen ... der später letzter geistlicher Kurfürst von Trier war - von einem Maler aus der Steiermark geschaffen: Matthias Marckl), Hl. Schutzengel mit Knaben (evtl. von Anton Friedrich Oeser), Aloisius von Gonzaga, Johannes Nepomuk, Antonius von Padua (einige evtl. von Stefano Torelli)

Die Königs- und darüber die Pagenloge befinden sich über dem Kircheneingang. Sie sind leer, weil dort die Plünderung der Kapelle schon begonnen hatte.

Mehr über die Schlosskapelle finden Sie auch in der Wikipedia.

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